Donnerstag, Juli 31, 2003

den Rest kriegen die nun auch noch kaputt...

und ich bin stinkesauer - das konnen die doch wohl nicht machen: Berliner Sender will das Sandmännchen feuern... und und und. Es wird in einigen Zeitungen erwähnt, wie man über die Google-News lesen kann oder auch muss.
Ja spinnen denn jetzt alle?!
   

Mittwoch, Juli 30, 2003

It Is Not Easy...

To apologize,
To begin over,
To be unselfish,
To take advice,
To admit error,
To face a sneer,
To be charitable,
To keep trying,
To be considerate,
To avoid mistakes,
To profit from one's mistakes,
To forgive and forget,
To think and then act,
To keep out of a rut,
To make the best of little,
To subdue an unruly temper,
To shoulder a deserved blame,
but it always pays!

Ein nächtliches Fundstück...

Kinder???

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Es sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind,
gehören sie euch nichtâ??
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts,
noch verweilt es beim Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
   

Sonntag, Juli 27, 2003

fast wolkenlos, aber richtig bunt...

war am Freitag der Himmel, als wir vom Essen abends über den Marktplatz Richtung Auto laufen wollten:
Noch nie hab ich mich so über die Digicam gefreut, die ich mir entgegen aller Vernunft im Frühjahr erlaubt habe. Ist klotzig und hat auch nur 1,3 Megapixel, weils eine ganz einfache war (nein - nicht Aldi, die Qualität der Bilder dort fand ich übel)... aber nach DEM Foto bin ich fast zufrieden. Ja - ist aufgenommen von mir selbst mit einer Fuji FinePix 1300 :)
www.balloons.de... ich wusste davon eigentlich gar nichts, bis wir nach diesem Anblick das Internet nach Informationen durchgesucht haben. Leider sind dann am Samstag die Ballons nicht wie geplant um 19.30 gestartet... wir standen dort und haben eine Stunde vergeblich gewartet, die Ballons blieben am Boden liegen und wir haben das Warten mit knurrendem Magen und wegen knurrendem Magen aufgegeben. Und auch heute sollten sie um 19 Uhr noch mal einen Abschlussflug über die Stadt machen - ich sass wieder auf dem Marktplatz, aber ausser dem Kellner mit den Getränken kam da nichts *grummel*

Erfreulicher war da übrigens noch der letzte Donnerstag - denn da stand hier richtig Kultur auf dem Programm. Schliesslich hatte ich Besuch aus der Schweiz und somit gibts immer wieder Geläster in beiden Richtungen wegen der Spache und sonstigem. Also passte es nur zu gut, als ich zufällig im Internet auf das aktuelle Programm der Academixer stiess:

Die Kaffeesachsen
Woher kommt er, was ist er, was denkt er und was macht er – der Sachse an sich?
Ist er wirklich nur mit Kaffeetrinken und Sächseln beschäftigt? Reißt er nur Witze oder ist er der Witz an sich? Fragen über Fragen!
Der Sachse, das geheimnisvolle Wesen.
Versuchen wir doch ganz einfach den Schleier etwas zu lüften. Suchen wir unser sächsisches Neandertal und erkunden wir es bis ins Jähnseits.
Lassen Sie uns gemeinsam plauschen und singen bei einem Schälchen Heeßn, getreu dem Motto:
„Wemmr ä Baar Laadschn hadd, unn der eene iss weck, unn mr hadd bloß den andrn - da nudzn een alle beede nischd.“


Es war toll! Die haben zuerst unter freiem Himmel begonnen zu spielen, aber dann fing es doch wirklich an zu regnen - und passte an der Stelle fast noch ins Programm. Nach einer vorgezogenen Pause mit Umzug in die Innenräume ging es dann weiter - eigentlich müsste man viel öfter ins Kabarett gehen. Lange nicht mehr so gelacht - und "meine" Ausländerin hat sogar einiges verstanden *g*
In jedem Fall ist jetzt meine Kaffeesucht erklärt und entschuldigt und endlich weiss man nun auch in der Schweiz, dass die Welt den Sachsen so unglaublich viele Erfindungen verdankt... wie ich es noch nicht mal selbst gewusst hätte.

Patch Adams

Ich Liebe Dich ohne zu wissen wie oder warum oder von wo,

ich liebe Dich aufrichtig ohne Komplexität oder Stolz,

ich liebe Dich weil ich es nicht anderes weiß.

So nah, dass Deine Hand auf meiner Brust

meine Hand ist,

so nah, dass wenn Du Deine Augen schließt ich sofort einschlafe.

   

Freitag, Juli 18, 2003

Hilfe, meine Tochter wurde von Ausserirdischen entführt...

oder sowas - irgendwas stimmt hier nicht.
Sind ja Ferien und sie langweilt sich hier rum. Jetzt pflegt die schon seit 3 Tagen einen ausgewachsenen Putzfimmel. Die Küche sieht aus wie sonst nie. Heute morgen weckte mich Paul und meinte, wir müssten mal mit Madame zum Arzt gehen, denn da isse wohl noch auf einem Stuhl rumgeturnt und hat einen Küchenschrank obendrauf abgewischt - und da man das nicht alle 3 Tage macht, war das ja auch bitter nötig. Musste sie mir natürlich dann auch noch sagen.
Hm, man muss ihre normale Ordnungsliebe kennen, um mein Entsetzen zu verstehen. Mitunter ist manche Müllkippe sortierter als ihr Schreibtisch, und der Stuhl davor ist zum sitzen nie zu gebrauchen, weil man sonst mit dem Kopf an die Zimmerdecke stossen würde. Ich sag auch nichts mehr gross - sie ist 13... da haben die ohnehin ein selektives Gehör.
Ich wollte sie ja schon manchmal versteigern, aber nie hat einer ernstzunehmende Angebote gemacht. Jetzt könnt ihr die auch stecken lassen - über die Ferien behalte ich das liebe Kind noch :))
   

Mittwoch, Juli 16, 2003

Meine Kinder sind wohl ziemlich arme Kinder, denn das meiste was sie bekommen ist Secondhand oder günstig ersteigert. Aber denen ist das im moment noch egal...
bekam ich als Antwort auf "die Kindheit überlebt".
Sollte ich nebenher erwähnen, dass diese Frau mit den armen Kindern gerade Koffer packt, um in den 2. grossen Familienjahresurlaub zu starten? Der Urlaub sei ihr ja gegönnt! Mit 3 Kindern ins Hotel - das ist alles andere als preiswert und für andere absolut unmöglich... mich packt fürchterliches Mitleid. Aber das ist eine andere Armut als wenn bei einer Freundin der Tiefkühlschrank den Dienst versagt und kein Geld für Ersatz da ist. Und ich kämpfe ja auch noch immer mit der letztjährigen Nebenkostennachzahlung; irgendwie machen mich solch dumme Sprüche wütend. Eine Antwort auf meinen nicht ganz freundlichen Kommentar habe ich bislang nicht bekommen.
   

Montag, Juli 14, 2003

die Kindheit überlebt...

ach wie gefährlich war doch die welt... damals.

Weißt du noch?

Wir haben es tatsächlich geschafft. Kaum zu glauben, aber es ist so.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber und die Bürokraten, die Medien und die Informationsgesellschaft uns täglich vorbeten und verbieten, müssten wir alle, die in den Sechzigern bis Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, längst tot sein.

Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und Formaldehydsickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim, dem Kleber des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste Filzstifte hatten Ausdünstungen die benebelten und wer erinnert sich noch an den leicht salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers?
Steckdosen, Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten, aber meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu glauben. Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme.. Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns unbekannt! Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt, noch an Airbags, Kopfstützen, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im Wagen meines Vaters.

Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es doch nichts schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch komplett runterkurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, daß man kaum noch Luft bekam. Wasser haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer Flasche.
Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und frischgebackenes Brot mit fingerdick Butter drauf, dazu gab es überzuckerte Limonaden oder künstlich gefärbtes TriTop. Zu fett geworden sind wir deswegen nie, weil wir immer draußen waren. Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken und es ist tatsächlich keiner daran gestorben. Wir haben stunden- und tagelang an Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt, die wir aus rostigem Schrott und splitterigem Holz konstruiert hatten. Dann sind wir den Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung gelandet waren, haben wir gelernt auch dieses Problem zu lösen. Wir gingen in der Früh raus und haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von Essenspausen und kamen erst wieder rein, als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen.
Keine Handys! Wenn es regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht, Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf.

Wir hatten weder Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine PCs, keine 50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren, weil keiner wußte was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen.
Wir hatten Freunde! Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht..

Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen echten Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen, egal wie schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft hat, lernte mit der Enttäuschung umzugehen.Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen und manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von Bäumen und Mauern gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden, den man dafür verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den Kadi zerrte. Wer erinnert sich noch an Unfälle?

Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht. Wenn wir uns an Brennesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt. Geholfen hat alles.

Wir haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben Spiele erfunden mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen. Und obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir uns kaum ein Auge ausgestochen und die Würmer haben auch nicht in uns überlebt. Wir sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und sind dort geblieben nur um mit ihm zu reden. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere, also haben sie eine Klasse wiederholt. Sie sind nicht durchgefallen, sondern wurden von den Lehrern einfach zurückgestuft. Zensuren bei Proben wurden nie manipuliert, egal aus was für Gründen. Wir waren für unsere Aktionen selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir Scheisse gebaut hatten. Der Gedanke, daß ein Elternteil uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes. Stellen Sie sich das einmal vor! Unsere Generation hat einige der größten Erfinder hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre Explosion an Innovationen und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und Misserfolg. Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit umzugehen.

Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge zudrückten, anstatt die Kinder mit übergrosser Vorsicht zu erdrücken. Unsere Eltern trauten uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen.

Zur Erinnerung an die Zeit, als Kinder noch Kinder waren und noch keine Anwälte mit Schadensersatzklagen und Regierungen mit kinderfeindlicher Politik unseren Alltag bestimmten.
   

Dienstag, Juli 08, 2003

no comment...

www.abgeschroedert.de
ab|ge|schrö|dert: (ugs.) Zustand eines Bürgers der Bundesrepublik Deutschland, der sich von Politikern und Funktionären betrogen (4 Wahlbetrug), belogen, bevormundet, für dumm verkauft und wirtschaftlich und finanziell ausgeblutet fühlt.
ab|schrö|dern: (ugs.) Aktionen eines Politikers oder einer politischen Partei oder gesellschaftlichen Gruppe (4 Gewerkschaften, 4 Arbeitgeberverband), die obigen Zustand bei den Bürgern hervorruft, insbesondere durch konzeptlose Steuer- und Abgabenerhöhungen.